WIE TIEF
PFLANZT MAN THUJEN?
I. WIE TIEF PFLANZT MAN THUJEN
II. BONUS - Wie man sterbende Bäume rettet - St. Schönfeld

I. WIE TIEF PFLANZT MAN THUJEN


- Zu flach gepflanzte Pflanzen werden mit der Zeit krank und können vertrocknen, da ihr Wurzelsystem der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Dies führt zur Verdunstung übermäßiger Wassermengen und zum Austrocknen der Wurzeln, was Wasserstress verursacht. Im Fall von Thuja, wenn sie nicht sofort vertrocknen, können sie sich reichlich mit Zapfen bedecken, um die Art zu erhalten. Dies ist ziemlich gefährlich, da die übermäßige Produktion von Zapfen die Pflanzen stark schwächt. Aus Sicht der Pflanze ist ein solches Verhalten verständlich, da sie einfach nur das Leben der nächsten Generation sichern möchte. Wenn jedoch die Bodenfeuchtigkeit ausreichend ist, erscheinen Zapfen auf Thuja nur sporadisch. Mehr über Zapfen auf Thuja habe ich im Artikel "Fehler in der Pflege von Thuja" beschrieben.
- Dies betrifft die meisten Pflanzen - insbesondere in der Anfangsphase des Wachstums sind sie aufgrund der sichtbaren Krümmung (z.B. der Veredelungsstelle) nicht ideal gerade. Pflanzen werden oft tiefer gepflanzt, um sie dadurch zu begradigen. Dies ist ein Fehler, da die Veredelungsstelle im späteren Wachstumsverlauf unsichtbar wird, wenn die Pflanze größer wird. Es gibt weitere Fehler beim Pflanzen von veredelten Pflanzen. Ein weiteres Beispiel ist das unsachgemäße Mischen des Mutterbodens mit Kompost. Manchmal verursachen Menschen unbewusst, dass die Pflanzen nach einigen Jahren unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Dies führt zu ernsthaften Krankheitsproblemen für jeden Baum. Um dies zu verhindern, sollten Pflanzen auf die richtige Weise gepflanzt werden, wobei zu viel Kompost vermieden werden muss.


- Dies betrifft hauptsächlich Laubpflanzen - Pflanzen, die zu tief gepflanzt werden, werden faulen, weil ihr Wurzelhals mit Erde bedeckt wird. Ein Überschuss an Feuchtigkeit und mangelnde Luftzirkulation führen zum Faulen und Verfaulen des Pflanzenstamms. Ein weiterer Fehler ist das Absacken der Pflanze nach einigen Jahren unter ihrem eigenen Gewicht. Dies geschieht aufgrund einer unsachgemäßen Vermischung der natürlichen Bodenbasis mit Kompost während des Pflanzens der Pflanze. Dies führt zu ernsthaften Krankheitsproblemen bei jedem Baum. Um dies zu verhindern, sollten Pflanzen richtig gepflanzt werden, um einen übermäßigen Einsatz von Kompost zu vermeiden.

- Meine Antwort lautet: JA - im Gegensatz zu Laubpflanzen, bei denen beim Pflanzen auf die Pflanztiefe geachtet werden muss, können Thuja-Pflanzen tiefer gepflanzt werden, als die meisten Menschen denken. Aus dem Stamm der Thuja, der unter die Erde gepflanzt wird, werden neue Seitenwurzeln (Nebenwurzeln) wachsen, die sich im Laufe der Zeit in ein regelmäßiges Wurzelsystem verwandeln. Tiefere Pflanzung von Thuja wirkt sich positiv auf ihre Entwicklung aus, da das Wurzelsystem schneller wächst.
- Meine Antwort: Seitenwurzeln (Nebenwurzeln) sind oft Wurzeln, die aus dem Spross einer Pflanze wachsen, normalerweise in der Nähe der Basis des Sprosses und nicht im Bereich der Hauptwurzel. Sie können sich auch im Bereich des sekundären Wurzelwachstums entwickeln, das heißt in dem Bereich, wo die Wurzeln einen Prozess der sekundären Verdickung durchlaufen haben.

WIE TIEF PFLANZT MAN THUJEN

- Gibt es keinen Platz zum Abdecken (zum Mulchen) mit Rinde. Infolge dieses Fehlers ist die Rindenschicht zu dünn. Da die Rinde schnell trocknet, wird sie vom Wind zerstreut und es ist häufig erforderlich, die Rinde beispielsweise vom Rasen oder Gehweg einzusammeln. Damit die Rinde eine wichtige Rolle beim Wurzelschutz spielen kann, muss sie eine angemessene Dicke haben. Bei Heckenpflanzen beträgt die durchschnittliche Dicke 4 bis 6 cm.



ZUSAMMENFASSEND
Es besteht keine Notwendigkeit, sich Sorgen zu machen, dass eine tiefer gepflanzte Thuja austrocknet. Durch den korrekten Pflanzprozess und die Verwendung von Gartenschwarten wird vermieden, dass die Rinde im gesamten Garten verteilt wird. Darüber hinaus haben die Thuja-Bäume dadurch Zugang zu einer größeren Menge an Nährstoffen und Wasser.
Das tiefere Pflanzen von Thuja-Pflanzen macht aus mehreren Gründen Sinn
- Tiefere Wurzeln können die Pflanze besser aufrecht halten und sie vor dem Umkippen durch Wind oder Wetteränderungen schützen.
- In den tieferen Bodenschichten wird normalerweise mehr Feuchtigkeit gespeichert, was den Pflanzen helfen kann, Trockenperioden zu überstehen. Tiefere Wurzeln haben Zugang zu Wasserspeichern, die sich weiter unten im Boden befinden.
- Tief gepflanzte Thuja-Pflanzen sind weniger anfällig für extreme Temperaturen. In den tieferen Bodenschichten ist die Temperatur stabiler, was dazu beitragen kann, die Pflanzen vor Frostschäden oder Überhitzung zu schützen.
- Tiefere Wurzeln können auf eine größere Menge Wasser und Nährstoffe zugreifen, was zu einem besseren Wachstum und Entwicklung der Pflanze beitragen kann.

|
Wussten Sie schon?
Tomate und Thuja sind Pflanzen mit unterschiedlicher Struktur und Funktion im Garten, aber sie haben eine Gemeinsamkeit – die Fähigkeit, Adventivwurzeln zu bilden. Dadurch kann man sie etwas tiefer als die Wurzelhalszone pflanzen. Bei der Tomate ist dies eine häufig von Gärtnern angewandte Praxis. Das tiefere Pflanzen als die Wurzelbasis hilft der Pflanze, sich besser zu verwurzeln, erhöht ihre Stabilität und erleichtert die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Eine ähnliche Technik kann man auch bei einigen Nadelgehölzen wie Thuja anwenden. Während die meisten Laubbäume das Vergraben des Wurzelhalses nicht vertragen, ermöglicht es bei Thuja die Bildung zusätzlicher Adventivwurzeln. Dadurch passen sie sich besser an den Boden an und wurzeln schneller.
1. Aufbau des Stammes
Der Tomatenstamm hat sehr plastische Gewebe – eine dünne Rinde und Zellen, die sich leicht in Wurzelgewebe umwandeln. Am Stamm sieht man kleine Warzen oder Vorsprünge – Ansätze von Adventivwurzeln. Mit Feuchtigkeit und Bodenkontakt wachsen daraus Wurzeln. Ähnlich besitzen Thuja-Pflanzen Gewebe, die in der Lage sind, neue Wurzeln aus dem Stamm zu bilden, besonders im unteren Bereich der Triebe. 2. Evolutionäre Anpassung
Die Tomate (Solanum lycopersicum) stammt aus Südamerika, wo sie am Boden kriechend wächst. Ihre Triebe berühren natürlich den Boden und bewurzeln sich selbst – ein Mechanismus zur vegetativen Vermehrung und besseren Wasseraufnahme. Thuja hat im Laufe der Evolution ebenfalls die Fähigkeit entwickelt, Adventivwurzeln zu bilden, wenn der Trieb den Boden berührt, was eine effektive Verwurzelung ermöglicht. 3. Feuchtigkeitsresistenz
Die Gewebe des Tomatenstammes sind „an kurzes Vergraben gewöhnt“ und faulen nicht leicht, da die Pflanze evolutionär den Stamm zur Wurzelbildung nutzt. Ähnlich ist es bei Thuja – die unteren Teile der Triebe sind resistent gegen Bodenkontakt. Werden sie vergraben, faulen sie nicht, sondern bilden Adventivwurzeln, was die Pflanze stärkt und die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen erleichtert. Fazit: Eine vergrabene Thuja fault nicht, weil der untere Teil des Triebs an Bodenkontakt angepasst ist und Adventivwurzeln bilden kann. Dies ist ein natürlicher Abwehr- und Anpassungsmechanismus der Pflanze, der das tiefere Pflanzen vorteilhaft macht und ihr Wachstum unterstützt.un
|

II. BONUS - WIE MAN STERBENDE BÄUME RETTET - ST. SCHÖNFELD

ST. SCHÖNFELD – WIE MAN ABGEHÄRMTEN BÄUMEN AUFHELFE
Der Gartenbau-Rundschau, Nr. 4, S. 26–28, vom 25. Februar 1923 Von St. Schönfeld
"In vielen Obstgärten, selbst in solchen, die mit aller Sorgfalt angelegt wurden, begegnet man Bäumen, welche allzu tief gepflanzt sind. Die Ursachen hierfür können mannigfaltig sein. Bald war es eine fehlerhafte Pflanzung, bald das allmähliche Einsinken des Baumes mit der nicht genügend verdichteten Erde im Pflanzloch, bald übermäßige Düngung und tiefgehende Bodenbearbeitung, welche die Oberfläche emporhob, bald auch ungeschicktes Pflügen, das fortwährend Erde gegen die Baumreihen warf.
Welche Ursache es auch sei – ein zu tiefes Standortniveau wirkt stets nachteilig auf das Gedeihen der Bäume. Die Wurzeln, von einer zu dicken Erdschicht bedeckt, erhalten nicht mehr hinreichend Luft und Wärme, ihre Tätigkeit wird gehemmt, ja sie sterben mit der Zeit teilweise ab. Infolgedessen zeigt sich im Kronenbereich kein nennenswerter Zuwachs; die Triebe bleiben kurz, verkümmern, stehen dicht besetzt mit Blütenknospen, und an den Astgabelungen treiben wilde Schosse empor. Die Rinde junger Bäume überzieht sich mit Moos und Schimmel, und der ganze Baum bietet das Bild eines kränklichen Gewächses.
Mitunter wissen sich solche Bäume selbst zu helfen, indem sie in der Nähe der Erdoberfläche neue, sogenannte Adventivwurzeln hervorbringen. Tritt dies ein, so beginnt aufs Neue ein kräftiges Wachstum. Geschieht es nicht, so steigert sich das Siechtum, die Äste sterben nach und nach ab, und der Baum verdorrt schließlich ganz. Je tiefer er begraben ist, desto rascher erfolgt der Untergang – in schweren, dichten Böden früher als in leichten, luftdurchlässigen. Eine noch so reichliche Düngung mag zwar das Leben solcher Bäume ein wenig verlängern, vermag sie aber nicht zu retten und führt auch nicht zu schöner Fruchtbildung.
Daher gilt es, alle Bäume, deren äußeres Erscheinungsbild Zweifel an der richtigen Pflanztiefe erweckt, einer genauen Prüfung zu unterziehen. Bei jungen Bäumen genügt es, den Stamm kräftig zu bewegen. Ist die Pflanzung sachgemäß erfolgt, so werden die nahe der Oberfläche liegenden Wurzeln sichtbar den Boden mitbewegen. Bei zu tief stehenden Bäumen hingegen bildet sich rund um den Stamm ein Trichter, dessen Tiefe der Stärke der Überdeckung entspricht. Bei älteren Bäumen muß man mit der Schaufel die Erde am Stammfuß abtragen, um den Wurzelansatz freizulegen. Dieser soll sich unmittelbar unter der Erdoberfläche befinden.
Stellt sich heraus, daß der Baum zu tief steht, so ist Abhilfe zu schaffen. Junge Bäumchen hebt man am besten im Herbst oder im zeitigen Frühjahr vorsichtig aus und pflanzt sie an derselben Stelle in richtiger Höhe wieder ein. Etwas ältere Exemplare, deren Ausheben zu beschwerlich oder zu riskant wäre, können im Laufe des Winters durch Untergraben gehoben werden. Man zieht in einem Abstande von 60 bis 100 cm vom Stamm einen Graben so tief, daß man unter die Wurzeln gelangt. Der so entstandene Ballen wird reichlich mit Wasser begossen und soll gehörig durchfrieren. Hernach untergräbt man ihn von unten und schiebt unter die Wurzeln eine ebenso starke Erdschicht, wie man oben abgetragen hat, so daß sie sich in der richtigen Lage befinden. Nach dem sorgfältigen Aufsetzen der Ballen wird mit guter, humoser Erde – möglichst mit Kompost vermischt – aufgefüllt, diese fest angedrückt, und schon im kommenden Frühjahr dankt der Baum die Mühe mit kräftigem Neuaustrieb. Selbstverständlich sind alle beim Graben verletzten Wurzeln mit einem scharfen Messer glatt zu schneiden, und der Stamm ist mit zwei schräg in festen Boden eingeschlagenen Pfählen zu befestigen, damit ihn der Wind nicht niederlege.
In älteren Obstgärten bleibt meist nur ein Mittel: das Abtragen der überflüssigen Erde im Bereich des Stammumkreises, also der sogenannten Baumscheibe. Hat die Überdeckung ihren Ursprung im steten Aufpflügen der Zwischenräume, so genügt ein sorgfältiges Einebnen der Oberfläche. Ist jedoch das Einsinken oder die falsche Pflanzung die Ursache, so muß die Erde unter den Bäumen entfernt oder wenigstens über den Kronenrand hinaus verbracht werden.
Erst danach darf zur Kronenverjüngung geschritten werden, um neuen Austrieb zu fördern, und zugleich zu kräftiger Düngung. Doch wäre ein Beschneiden, solange die eigentliche Ursache des Übels fortbesteht, ein zweckloses Beginnen; ebenso wäre jede Düngergabe verschwendet, solange die Wurzeln nicht imstande sind, die Nahrung ordnungsgemäß aufzunehmen.
Zur Vertilgung von Moosen und Flechten empfiehlt es sich, die ganzen Bäume mit Kalkmilch aus frisch gelöschtem Stückkalk zu bestreichen. (Ebenso wirksam ist das Bespritzen der Bäume an einem trockenen Frühjahrstage vor dem Austreiben der Blätter mit einer nicht zu schwachen Lauge aus Holzasche. – Red.)
Dieser Aufsatz erschien in der „Gartenbau-Rundschau“, Nr. 4, S. 26–28, vom 25. Februar 1923. Organ des Gartenverbands Kleinpolen und der Gartensektion des Wirtschaftsverbands Östliches Kleinpolen.


Vor dem Kauf von Thujen sollte man gründlich überlegen, ob man ihre Anforderungen erfüllen kann. Damit unsere Thuja-Hecke schön und gesund aussieht, müssen wir die richtigen natürlichen Voraussetzungen schaffen. Durch die richtige Vorgehensweise danken es uns die Heckenpflanzen mit einem wunderbaren Aussehen.
PROFITIEREN SIE VON UNSEREN EXTRA RABATTEN!
Rabattcodes! 5 %, 7 %, 10 % bis zu 15 % des Wertes der gekauften Ware. Nur kurze Zeit!
- Über 500 Euro: 5% Rabatt
- Über 1.000 Euro: 7% Rabatt
- Über 2.000 Euro: 10% Rabatt
- Über 5.000 Euro: 15% Rabatt

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

































